Sich vor Gebäudeschadstoffen schützen : PCB

PCB ist eine synthetische Chemikalie aus der Gruppe der chlorierten aromatischen Kohlenwasserstoffe. PCB findet sich sowohl in geschlossenen Systemen (z.B. Kondensatoren, Transformatoren, Kühlflüssigkeiten), als auch in offenen Anwendungen am Bau (z.B. Fugenmaterialien, Dichtungsmassen, Klebstoffe, Anstriche, etc.) als Weichmacher. PCB zählt zu den gefährlichsten Umweltgiften für den menschlichen Körper. Infolge des langjährigen Einsatzes sowie der hohen Beständigkeit in Wasser und Boden sind Spuren von PCB praktisch überall zu finden.

PCB können an unvermuteten Orten vorhanden sein: Dichtungsfugen, Anstriche, Korrosionsschutz-Beschichtung, Stromtransformatoren und Elektrokondensatoren.

Schlüsselfragen für den Bauherrn : 

  • Wurden im Gebäude PCB-haltige Materialien verwendet?
  • Sind Sofortmassnahmen für die weitere Nutzung des Gebäudes erforderlich?
  • Welche Massnahmen sind bei einem Umbau oder Rückbau erforderlich?
  • Mit welchen Kosten / Mehrkosten muss für die Sanierung und Entsorgung PCB-haltiger Materialien gerechnet werden?

 

Beschreibung der Leistungen:

  • Untersuchung der verschiedenen Schadstoffe im und am Gebäude
  • Probenahmen, Organisation von Laboranalysen und Beratung
  • Kennzeichnung und Beprobung von Materialien, die PCB enthalten können, durch anerkannte Experten
  • Bestimmung der zu sanierenden Materialien
  • Definition des Vorgehens für die Entfernung von PCB-haltigen Materialien
  • Kostenschätzung und Ausschreibung der Sanierungsarbeiten
  • Fachbauleitung der Sanierungsarbeiten, Abschlusskontrollen und Dokumentation

 

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Zu beachten:

  • Alle vor 1986 um- oder neu gebauten Gebäude sind potentiell betroffen.
  • Der Eigentümer ist für die Gesundheit der Nutzer und Arbeiter verantwortlich.

  • Bau-, Rückbau- bzw. Umbaugenehmigungen für Gebäude mit Verdacht auf PCB-haltige Bauschadstoffe erfordern gem. VVEA eine Schadstoffuntersuchung.

  • PCB-Sanierungen müssen von Spezialunternehmungen durchgeführt werden und sind im Terminplan einzuplanen.

 

 

Rechtsgrundlagen:

Umweltschutzgesetz (USG), Chemikalien-RisikoreduktionsVerordnung (ChemRRV), Bauarbeitenverordnung (BauAV), Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (Abfallverordnung, VVEA), BAFU-Richtlinie, kantonale Richtlinien.

 

 

Expert

Standpunkt des Experten : 

  • Eine gründliche Abklärung der Schadstoffsituation in einem Gebäude erhöht die Planungssicherheit und Kosteneinhaltung des Bauvorhabens und minimiert das Risiko gesundheitlicher Gefährdungen von Nutzern und Baubeteiligten.
  • Die vorherige Entfernung belasteter Farbschichten oder Fugendichtungsmassen ermöglicht das Recyceln des Betons und somit eine Senkung der Entsorgungskosten.

toolsFachliche Empfehlungen

 

Kauf, Verkauf :
Bestimmung des Minderwerts aufgrund festgestellter PCBVorkommen.


Planung :
Berücksichtigung von Erkenntnissen einer Schadstoffuntersuchung in allen Planungsphasen; Optimierung der Kosten. 


Projekt : 
Abstimmung der Sanierungsarbeiten mit den weiteren und zeitgleichen Arbeiten im / am Gebäude.


Ausführung :
Fachbauleitung durch einen Experten zur Gewährleistung einer reibungslosen Entsorgung von Schadstoffen und der Gesundheit der Arbeiter.

 

contact

  Kontakt : pcb@csd.ch


Für mehr Informationen über dieses Thema, gehen Sie nach "Abfall und Altlasten"

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